- Das Übergangssystem
- Übergangsmanagement
- Berufsorientierung
- Berufsvorbereitung
- Geförderte Ausbildung
- Duale Ausbildung
- Schulische Ausbildung
- Weitere Ausbildungswege
- Hochschulbildung
- Modularisierung in Hamburg und Europa
Grundlagen
Ein allgemein gültiges Verständnis von Berufsorientierung liegt bisher nicht vor. Unstrittig ist, dass sie beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt eine zentrale Rolle spielt, denn angesichts der steigenden Anforderungen der Arbeitswelt müssen Jugendliche Kompetenzen entwickeln, mit denen es ihnen gelingt, unterschiedliche berufliche Situationen zu bestehen und wechselnde Erwerbsbiographien zu bewältigen (vgl. Bildungsbericht 2010, S. 47).
Das BIBB/GPC hat eine Definition veröffentlicht, die den hohen Anspruch an eine gelingende Berufsorientierung verdeutlicht.
Demnach soll die „Berufsorientierung Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern frühzeitig und prozessorientiert auf die Berufswahlentscheidung zum Ende der Schulzeit vorbereiten, um eine qualifizierte Berufswahl treffen zu können. Berufsorientierung ist einerseits ein Prozess der Annäherung und Abstimmung von Interessen, Wünschen, Wissen, Können und andererseits des Erkennens von Möglichkeiten, Bedarfen und Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt. In diesem Prozess gilt es, Fähigkeiten und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu erkunden und deren Interesse an unterschiedlichen Tätigkeiten zu prüfen bzw. zu entwickeln.
Erfolgreiche Berufsorientierung zeichnet sich durch fächer- und jahrgangsübergreifende Konzeptionen, die Verknüpfung von theoretischem und praktischem Lernen sowie unterschiedlichen Methoden der Kompetenzförderung, -feststellung und -dokumentation aus. Schulische Berufsorientierung erfordert die Unterstützung des gesamten Kollegiums wie auch der Schulleitung, bindet Eltern frühzeitig ein und erfolgt in Kooperation mit Betrieben, Arbeitsagenturen und weiteren Praxispartnern vor Ort, die u. a. in der Schule über die Möglichkeiten und Anforderungen der lokalen Wirtschaft berichten und Schülern Praktika anbieten, damit diese frühzeitig die betriebliche Praxis kennenlernen."
Im Rahmen der Berufsorientierung werden inner- und außerhalb der Schule vielfältige Instrumente in verschiedenen Kombinationen eingesetzt, die sich je nach Zielrichtung der individuellen, der beruflichen oder auch wirtschaftlichen Berufsorientierung zuordnen lassen. Zu ihnen gehören insbesondere
- die Kompetenzfeststellungsverfahren,
- Dokumentationssysteme zur Erfassung der erworbenen Kompetenzen,
- die Berufswegeplanung und
- Praktika.
Da der Prozess der Berufsfindung nicht immer nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule abgeschlossen ist, können in den verschiedenen Bildungsphasen des Übergangssystems immer wieder auch Elemente der Berufsorientierung zum Tragen kommen.
Um die Ziele der Berufsorientierung zu erreichen, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Programme aufgelegt und verschiedene Projekte und Maßnahmen finanziert, an denen unterschiedlichen Akteure und Institutionen beteiligt sind. Das erfordert - wie in allen Phasen des beruflichen Übergangssystems - ein mit allen Beteiligten abgestimmtes Konzept, welches in das gesamte Bildungssystem eingebettet ist.
Weiterführende Links:
Leitfaden Berufsorientierung - Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an Schulen





