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Das Hamburger Übergangssystem

Hamburg bietet als Metropolregion ein attraktives Umfeld mit einer Vielzahl von Ausbildungsberufen und guten Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch qualifizierte Bewerber/-innen aus dem Umland drängen auf den Hamburger Ausbildungsmarkt, was zur Folge hat, dass die Ausbildungschancen von Landeskindern mit nicht so guten Schulabschlüssen sinken. Als Reaktion auf diese Situation hat sich in Hamburg in den letzten zwei Jahrzehnten ein umfangreiches und ausdifferenziertes Übergangssystem mit Angeboten der Berufsorientierung, der Berufsvorbereitung, teil- und vollqualifizierenden Berufsfachschulen, der Jugendhilfe und der außerbetrieblichen Ausbildungsprogramme entwickelt. Sie werden aus Mitteln der Landesbehörden, der Agentur für Arbeit und team.arbeit.hamburg sowie etlichen Bundesprogrammen finanziert.

Diese Programmvielfalt wurde mit der Notwendigkeit gerechtfertigt, für die Zielgruppen der Jugendlichen aus der Jugendberufshilfe sowie aus Förderschulen, der älteren Jugendlichen oder der Marktbenachteiligten spezielle Maßnahmen anzubieten. Dazu gehören auch die geförderten Beratungs- und Unterstützungssysteme, die für die Jugendlichen die Übergänge in die Berufsausbildung und das Arbeitsleben gestalten.

Eine grafische Übersicht der Hamburger Förderangebote des beruflichen Übergangssystems finden Sie auf www.ichblickdurch.de :

Die Angebote und Instrumente des beruflichen Übergangssystems, die rechtlichen Grundlagen sowie die jeweiligen Förderprogramme werden in den folgenden Menüpunkten dieser Seite noch ausführlicher dargestellt.

Das von der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg im Juni 2009 veröffentlichte Rahmenkonzept für die Reform des Übergangssystems Schule-Beruf erweitert - wie bundesweit gefordert - das Übergangssystem. Es umfasst demzufolge die Bildungsabschnitte zwischen der Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schule und der Aufnahme einer Berufsausbildung, eines Studiums oder einer Erwerbstätigkeit und beinhaltet die Berufsorientierung, die Berufsvorbereitung und die Übergangsbegleitung in Ausbildung, Studium oder Arbeit.

Auch in dem neuen umfassenden Übergangssystem arbeiten diverse Akteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen unter Nutzung von verschiedenen Finanzierungsinstrumenten zusammen. Dazu gehören die allgemeinbildenden Schulen, die beruflichen Schulen, außerschulische Bildungsträger, Betriebe bzw. Unternehmen, die Agentur für Arbeit, Jobcenter team.arbeit.hamburg, Jugendhilfeeinrichtungen, Kammern, Innungen, Verbände, soziale Einrichtungen und Vereine.

Die Vielfalt der Angebote und Akteure sichert allerdings nicht unbedingt den erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf. Immer noch besuchen die Jugendlichen zu oft Maßnahmen, in denen sie nicht individuell und zielgerichtet gefördert werden.

Dem will die Stadt zum einen präventiv mit der Hamburger Schulreform unter dem Titel "Eine kluge Stadt braucht alle Talente" entgegen wirken. Zum anderen hat sich Hamburg das Ziel gesetzt, eine neue Qualität des Zusammenwirkens aller Akteure im Bildungssystem durch ein optimiertes Übergangsmanagement zu erreichen.

 

Weiterführende Links:

Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg

Hamburger Institut für berufliche Bildung HIBB

Landesinstitut für Lehrerfortbildung Hamburg - Übergang Schule-Beruf

Arbeitsagentur Hamburg

Behörde für Wirtschaft und Arbeit Hamburg

 

Literaturhinweise, Expertisen, Präsentationen u.v.m.:

"Übergänge mit System" Länderstudie Hamburg /Hiltrud Herbert, Prof. Dr. Eckart Severing im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, September 2010