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Individuelle Berufsorientierung

Instrumente und Konzepte


Im Folgenden sind einige Beispiele der in Hamburg eingesetzten Instrumente und Bausteine zur beruflichen Orientierung aufgeführt:  

  • Seit Sommer 2010 wird in Hamburg ein Berufs- und Studienwegeplan eingesetzt. Der Berufs- und Studienwegeplan dient sowohl der Planung der individuell erforderlichen Schritte als auch der Dokumentation des Standes der Übergangsplanung nach Klasse 10. Der Berufswegeplan wird im Schuljahr 2010/2011 zunächst in allen Abschlussklassen und modellhaft ab Klasse 8 an sechs Schulen der Regionen Billstedt-Horn, Elbinseln und Lurup/Osdorf eingeführt. Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird die Berufsorientierung flächendeckend ab Klasse 8 angeboten. In den Rahmenvorgaben zur Umsetzung finden Sie auch den Berufswegeplan.
  • Der Berufswahlpass wurde als gemeinsames Vorhaben im 7-Länder-Nordverbund entwickelt. Er ist für Schüler/-innen nicht nur ein geeignetes Mittel, ihre eigenen Aktivitäten im Rahmen der Berufsorientierung (Praktika, Projekte, besondere Lernleistungen etc.) zu dokumentieren und für die Schule Anlass, ihr Berufsorientierungscurriculum zu formulieren. Er ist auch ein geeignetes Instrument, sich wiederholt mit dem Kompetenzprofil auseinander zu setzen.
  • Die Portfolio-Methode bietet einen Handlungsrahmen, in dem die unterschiedlichen Biographien von Schülern und Schülerinnen ihren Ausdruck finden können. Sie ist auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund ein geeignetes Instrument, Lernwege zu planen, Kompetenzen unter Beweis zu stellen und somit den Weg in Ausbildung und Beruf bewusst zu gehen. Auch Lehrpersonen haben die Chance, Neuland zu betreten, ihre Rolle schrittweise zum/zur Prozessbegleiter/in zu verändern.
  • Zielfindungs- und Orientierungsseminare (ZOS) zur beruflichen Orientierung helfen Schüler/-innen ebenfalls, ihre Stärken zu erkennen, für sie passende Berufs- oder Studienfelder zu identifizieren sowie eine Planung für das weitere Vorgehen vorzunehmen.
  • Zahlreiche Tests wie z. B. der Geva-Test (kostenpflichtig) oder www.uni-protokolle.de/eignungstest etc.
  • Mit JOBLAB liegt zudem ein multimediales Berufsorientierungsprogramm vor, mit dem Schüler/-innen ihre Stärken feststellen und entscheiden können, welche Berufe bzw. Studiengänge zu ihnen passen. Zudem können sie die Eigeneinschätzung mit der Fremdeinschätzung vergleichen.

Im Rahmen der Kompetenzentwicklung sollten immer auch Konzepte zur Lebens- und Karriereplanung einbezogen werden. Dabei sind auch geschlechterabhängige Aspekte zu berücksichtigen. Der Girl's Day und Projekte wie "Mädchenwirtschaft" richten sich speziell an Schülerinnen; daneben gibt es auch Angebote für Jungen.

Weiterführender Link

  • Abitur, und was dann? Ein kompaktes Heft rund um die Themen Studien- und Berufswahl für Oberstufenschüler/-innen und zur Unterrichtsvorbereitung für Lehrer/-innen. Mit zahlreichen Anregungen und Arbeitsblättern. Hrsg. DIE ZEIT, letzte Aktualisierung 2011/2012.