- Das Übergangssystem
- Übergangsmanagement
- Berufsorientierung
- Ausbildungs- und Berufsvorbereitung
- Geförderte Ausbildung
- Duale Ausbildung
- Schulische Ausbildung
- Weitere Ausbildungswege
- Hochschulbildung
- Modularisierung in Hamburg und Europa
Instrumente / Konzepte
Das Praktikum
Das Praktikum zählt zu den zentralen Instrumenten der beruflichen Orientierung. Je nach Zielsetzung können die Schüler/-innen die Arbeitswelt und verschiedene Berufe in unterschiedlichen Praxisphasen kennen lernen.
Beim Schnupperpraktikum geht es darum, einen ersten Eindruck von einem bestimmten Berufsfeld oder einem Unternehmen zu bekommen. Es zielt nicht darauf ab, zu qualifizieren oder gar auszubilden. Schnupperpraktika dauern meist nur wenige Tage.
Das Betriebspraktikum bietet die Möglichkeit, die Berufs- und Arbeitswelt unmittelbar kennen zu lernen und sich mit ihr auseinander zu setzen. Es schafft durch den Kontakt mit Betrieben und anderen Institutionen eine Verknüpfung von Schule und Beruf und bietet den Schüler/-innen durch eigenständige Wahrnehmung einen ersten Einblick in die Berufs-, Arbeits- und Wirtschaftswelt. In der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Berufswelt können die Schüler/-innen ihre bisherigen Vorstellungen und Erwartungen überprüfen und motivierende Konsequenzen für ihr schulisches Lernen ziehen.
Daneben gibt das Betriebspraktikum den Jugendlichen eine Orientierungshilfe darüber, welche Ausbildung unter Berücksichtigung von persönlichen Voraussetzungen sowie der Ausbildungs- und Berufsanforderungen erfolgversprechend in Aussicht genommen werden kann, welche Probleme mit der Ausbildung verbunden sein können und wie diese zu bewältigen sind. Es erweitert den lebensweltlichen Horizont sowohl für Schüler/-innen, die bereits eine Entscheidung getroffen haben, wie auch für jene, die den Praktikumsberuf nicht als berufliche Perspektive sehen.
In der 'Handreichung für das Betriebspraktikum an allgemein bildenden Schulen' finden sich u. a. Ziele sowie inhaltliche und organisatorische Aspekte des Betriebspraktikums. Sie wendet sich vornehmlich an Lehrer/-innen, die in den Sekundarstufen I und II der allgemein bildenden Schulen Betriebspraktika organisieren und begleiten. Gleichermaßen sind aber auch Betriebe, Institutionen, Verbände und alle Organisationen angesprochen, die Praktikumsplätze anbieten bzw. vermitteln können oder an der Gestaltung der Praktika Interesse haben.
Mit dem PraxisLerntag wird ein Konzept zur schulischen Berufsorientierung umgesetzt, mit dem Schüler/-innen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Berufswünsche entwickeln, in der Praxis erproben und überprüfen können.Gleichzeitig erhalten die Schüler/-innen längerfristig und kontinuierlich Einblicke in verschiedene Berufsfelder, die zu einer zielgerichteten Berufswahl führen und die Quote derer, die im Anschluss an die Sekundarstufe I in die betriebliche Ausbildung übergehen, erhöhen soll.
Die schulischen Lernerfahrungen der Schüler/-innen werden durch die wöchentlichen praktischen Lernerfahrungen in den Betrieben ergänzt.
Weitere Instrumente und Konzepte
- Informationen können über die verschiedensten Quellen erarbeitet werden, wie z. B.
- Auch Besuche beim BIZ sowie Messen wie z. B. die EINSTIEG, Handwerk-Jobtour, Lehrstellenbörsen sind hier hilfreich. Zusätzlich können an Berufsinfotagen in Schulen, bei denen Eltern, Ehemalige und Externe einbezogen werden, sowie bei Tagen der offenen Tür in Unternehmen oder an Hochschultagen, Berufsbilder bzw. Studiengänge und ihre jeweiligen Anforderungen kennen gelernt werden.
- Bei Projekten im Rahmen von Schule-Wirtschaft-Kooperationen sollen Schüler/-innen praxisnah die Arbeitswelt und die entsprechenden Anforderungen kennen lernen. So führen z. B. außerschulische Experten/-innen Unterricht durch, Schüler/-innen arbeiten gemeinsam mit Auszubildenden und ggf. Studierenden in Projekten oder lernen vor Ort im Betrieb. Das Handbuch Partnerschaft Schulen-Unternehmen mit Beispielen für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen können Sie hier abrufen.
- Auch der Abgleich des eigenen, individuellen Profils mit den Anforderungsprofilen von Berufen bzw. Studiengängen ist unbedingt ratsam. Hilfreich können hier Seminare zur beruflichen Orientierung, die Beschäftigung mit dem Programm JOBLAB oder ein Gespräch mit einem/-r Berufsberater/-in der Arbeitsagentur sein. Am Ende dieses Prozesses sollte eine Vorauswahl getroffen werden.
- Ein Kennenlernen der unterschiedlichen Bewerbungsverfahren und entsprechende Trainings sind z. B. über Angebote der Krankenkassen oder anderer Institutionen möglich (siehe hierzu die jeweiligen Internetseiten).
- Die Schüler/-innen können im Berufswahlpass oder in der BeOBox , einem virtuellen Bewerbungsordner, ihre Kompetenzen dokumentieren.





