- Übergangssystem
- Übergangsmanagement
- Berufsorientierung
- Ausbildungs- und Berufsvorbereitung
- Geförderte Ausbildung
- Duale Ausbildung
- Schulische Ausbildung
- Weitere Ausbildungswege
- Hochschulbildung
- Modularisierung in Hamburg und Europa
Neue Ausbildungsvorbereitung
Gemäß der Drucksache 19/8472 vom 18. Januar 2011 zur Reform der beruflichen Bildung besteht die Ausbildungsvorbereitung in Hamburg seit August 2011 aus der Ausbildungsvorbereitung in der Berufsvorbereitungsschule (AV) und der Ausbildungsvorbereitung an Produktionsschulen. Beide Angebote bilden zusammen eine wichtige Säule des neustrukturierten Übergangssystems Schule – Beruf und richten sich an Jugendliche, die noch nicht ausbildungsreif sind.
Ausbildungsvorbereitung in der Berufsvorbereitungsschule (AV)
Die neue AV wurde nach den Sommerferien 2011 hamburgweit eingeführt und wird zwei Jahre lang modellhaft erprobt. Kernelemente dieser ganztägig konzipierten Ausbildungsvorbereitung sind individualisierte Lehr- und Lernkonzepte und die Verzahnung betrieblichen und schulischen Lernens durch die Kooperation mit Betrieben. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zusätzlich eine Begleitung durch AV-Begleiterinnen bzw. -Begleiter, um das Lernen im Betrieb zu unterstützen und mit dem Lernen in der Schule zu verbinden.
Die berufsbildenden Schulen, die die duale Ausbildungsvorbereitung anbieten, sollen zudem möglichst nur Schülerinnen und Schüler des Stadtbezirks aufnehmen, in dem sie bereits mit allgemeinbildenden Schulen im Rahmen der Berufsorientierung kooperieren.
Der nachträgliche Erwerb der Berechtigungen des ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses ist im Rahmen der Ausbildungsvorbereitung unter Erbringung der notwendigen Leistungen möglich.
Ausführliche Informationen zu den Aufgaben, Zielen und Angeboten der AV dual finden Sie im Rahmenkonzept (Seiten 9 und 10) und in den Beruflichen Bildungswegen 2012 des HIBB (Seite 8). Die Zuständigkeiten der beruflichen Schulen für die allgemeinbildenden Schulen finden Sie auf den Seiten des HIBB oder auf www.ichblickdurch.de.Ausbildungsvorbereitung an Produktionsschulen
Produktionsschulen stellen ein alternatives pädagogisches Konzept zur Ausbildungsvorbereitung an berufsbildenden Schulen für schulpflichtige, aber noch nicht ausbildungsreife Jugendliche ohne und mit erstem allgemeinbildenden Abschluss dar.
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem Produktionsschulen auf der Basis eines Parlamentsbeschlusses eingerichtet wurden und werden (vgl. dazu die Drucksache 19/2928 vom 24. Juni 2009). Die sieben Hamburger Produktionsschulen sind keine Schulen im Sinne des Hamburger Schulgesetzes, sondern Einrichtungen, die von Bildungsträgern in freier Trägerschaft betrieben werden.
Hamburger Produktionsschulen entsprechen ihrer Grundkonzeption nach ausdrücklich nicht dem „schulförmigen" Lernen - sie strukturieren ihren Arbeits- und Lernalltag in betriebsähnlichen Strukturen. Die Verknüpfung der Lernprozesse über marktorientierte Produktions- und Dienstleistungsprozesse ermöglichen die Vermittlung grundlegender beruflicher Fertigkeiten und Verhaltensweisen, die für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder einer Erwerbstätigkeit notwendig sind. Der Erwerb und die Entwicklung von sozialen, personalen und weiteren ausbildungsrelevanten/berufsbezogenen Kompetenzen (zertifiziert durch ausbildungs- und berufsbezogene Teilqualifizierungen, Qualifizierungsbausteine u.a.) in den Werkstatt- und Dienstleistungsbereichen der Produktionsschulen sowie in Betriebspraktika stehen im Vordergrund.
Die Vorbereitung auf die externe Prüfung zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses ist eine Option für Produktionsschüler und Produktionsschülerinnen mit entsprechender Motivation und Einsatzbereitschaft.
Seit Februar 2011 können Produktionsschulen auch Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, insbesondere Jugendlichen mit schulverweigernden Tendenzen, für einen begrenzten Zeitraum von max. drei Monaten ein alternatives pädagogisches Umfeld anbieten, um sie in einer anderen Lernumgebung durch praktisches Tun neu zu orientieren, sozial zu stabilisieren, wieder systematisch an das Lernen heranzuführen und für den weiteren Besuch der Regelschule zu motivieren („Auszeit-Modell").
Ausführliche Informationen zu den Standorten, Profilen und Plätzen der sieben Hamburger Produktionsschulen sind unter www.ichblickdurch.de abrufbar.





