Berufsqualifizierung im Hamburger Ausbildungsmodell (BQ)

Das „Hamburger Ausbildungsmodell“ wurde im Rahmen der Reform des Übergangssystems Schule – Beruf  konzipiert. Dabei handelt es sich um ein Ausbildungsangebot für Jugendliche, die trotz Ausbildungsreife und mehrfacher Bewerbungs- und Vermittlungsversuche keinen Ausbildungsplatz im dualen Ausbildungssystem gefunden haben. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Jugendliche im 11. Schulbesuchsjahr.

Das erste Jahr des Hamburger Ausbildungsmodells, die Berufsqualifizierung (BQ), wird von der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) / vom Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) finanziert. Es ist ein Angebot der Berufsfachschule, in dem das erste Ausbildungsjahr eines dualen Ausbildungsberufes nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung in enger Kooperation mit Betrieben oder überbetrieblichen Ausbildungsstätten vollständig durchgeführt wird. Ziel ist es, die Jugendlichen in ein duales Ausbildungsverhältnis überzuleiten.

Durch die BQ wird die Ausbildungsgarantie, die seit 2024 bundesweit u.a. einen Rechtsanspruch auf eine außerbetriebliche Ausbildung vorsieht, in Hamburg umgesetzt. Jugendliche, die nach der BQ keinen betrieblichen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, können ihre Ausbildung  im Rahmen der Ausbildungsgarantie als trägergestützte Berufsausbildung (BQ-Anschluss) – gefördert von der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI) – fortsetzen.