- Übergangssystem
- Übergangsmanagement
- Jugendberufsagentur Hamburg
- Berufsorientierung
- Ausbildungs- und Berufsvorbereitung
- Geförderte Ausbildung
- Duale Ausbildung
- Schulische Berufs(aus-)bildung
- Weitere Ausbildungswege
- Hochschulbildung
- Modularisierung in Hamburg und Europa
Hamburger Übergangssystem
Grundlagen
Hamburg bietet als Metropolregion ein attraktives Umfeld mit einer Vielzahl an Ausbildungsberufen und guten Beschäftigungsmöglichkeiten. Aufgrund des umfangreichen Angebotes drängen, neben den jungen Menschen aus Hamburg, auch qualifizierte Bewerber/-innen aus dem Umland auf den Ausbildungsmarkt, was zur Folge hat, dass die Ausbildungschancen von "Landeskindern" mit weniger guten Schulabschlüssen gesunken sind.
Um allen jungen Menschen aus Hamburg gute Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten, wurde deshalb in den letzten zwei Jahrzehnten ein Übergangssystem mit zahlreichen Angeboten z. B. zur Berufsorientierung und -vorbereitung sowie zur Ausbildung aufgebaut. Die Anbieter reichen von Berufsfachschulen über Träger bis hin zu Unternehmen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote wie z. B. Förderkurse für soziales und/oder schulisches Lernen, Bewerbungstrainings wie auch ausbildungsbegleitende Hilfen, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung bzw. in das Arbeitsleben aktiv zu unterstützen.
Die Vielfalt an Angeboten im Übergangssystem resultiert aus den unterschiedlichen Bedarfen seitens der jungen Menschen: Sie können z.B. aus Förderschulen oder auch aus der Jugendberufshilfe kommen, bereits Eltern sein, erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben oder aber schon seit längerer Zeit die Schule verlassen haben, ohne jemals einen Anschluss an die Berufswelt gefunden zu haben.
Alle Maßnahmen werden aus Mitteln der Landesbehörden, der Agentur für Arbeit, Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie aus diversen Bundesprogrammen finanziert. Eine grafische Übersicht der Förderangebote im beruflichen Übergangssystem finden Sie im Hamburger Berufsbildungsatlas ichblickdurch.de.
Die konkreten Angebote und Instrumente im beruflichen Übergangssystem, die entsprechenden rechtlichen Grundlagen sowie die jeweiligen Förderprogramme werden in den folgenden Menüpunkten zum Übergangsmanagement ausführlich dargestellt.
Da eine Vielfalt an Angeboten und Akteuren allein nicht den erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf sichert, beschloss die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), das Hamburger Übergangssystem neu zu strukturieren. Auf der Grundlage der 2008/2009 bundesweit eingeleiteten Reform des Übergangssystems auf Bundesebene (siehe auch Menüpunkt "Übergangssystem") veröffentlichte die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB) im Juni 2009 das Rahmenkonzept für die Reform des Übergangssystems Schule-Beruf. Es beschreibt den Rahmen für Angebote zur Berufsorientierung, zur Berufsvorbereitung und für die Übergangsbegleitung in eine Ausbildung, ein Studium oder in Arbeit. Es umfasst dabei die Bildungsabschnitte zwischen der Sekundarstufe I - der allgemeinbildenden Schulen - und der Aufnahme einer Berufsausbildung wie auch der Sekundarstufe II und der Aufnahme einer Berufsausbildung bzw. eines Studiums.
Zur aktiven Begleitung der Reform des neu gestalteten Übergangssystems gründeten 2009 diverse Akteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik das Aktionsbündnis für Bildung und Beschäftigung Hamburg (ABBH).
Das Bündnis entwickelte u. a. das Hamburger Programm - Berufsorientierung und Berufswegeplanung: Hierin verpflichten sich die Partner des Aktionsbündnisses, ihre Beiträge zur Berufsorientierung und Berufswegeplanung stärker aufeinander abzustimmen. Darüber hinaus wurden alle Akteure am Übergang Schule - Beruf aufgefordert, aktiv an der Kooperation miteinander und an der Transparenz ihrer Arbeit mitzuwirken, um eine neue Qualität des Zusammenwirkens zu erzielen.
Im Januar 2011 wurde Hamburg im Rahmen des bundesweiten Arbeits-bündnisses Jugend und Beruf als eine der Modellregionen für die Erprobung der verbesserten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Rechtskreise des SGB II, III und VIII ausgewählt. Kurz darauf hat sich der "Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Regierungserklärung vom 23. März 2011 und dem Arbeitsprogramm vom 20. April 2011 zum Ziel gesetzt, jedem Jugendlichen eine Chance auf eine berufliche Ausbildung zu geben und niemanden auf diesem Weg zu verlieren" (Drucksache 20/4195, Seite 2).
Um sowohl das Vorhaben des Bundes als auch des Hamburger Senats zu realisieren, wurde in Hamburg eine Jugendberufsagentur eingerichtet.
Weiterführende Links
Homepages von zentralen Hamburger Behörden und Institutionen, die im Übergangssystem mitwirken:
- Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB)
- Hamburger Institut für berufliche Bildung (HIBB)
- Landesinstitut für Lehrerfortbildung Hamburg (LI)
- Agentur für Arbeit Hamburg (AfA)
- Behörde für Arbeit, Soziales und Integration Hamburg (BASFI)
- Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI)
- Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg
- Jobcenter team.arbeit.hamburg
- Handelskammer Hamburg (HK)
- Handwerkskammer Hamburg (HWK)
- Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V. (UVNord)
- DGB-Hamburg
- ver.di Hamburg
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Literaturhinweise
- "Übergänge mit System - Länderstudie Hamburg" von Hiltrud Herbert und Prof. Dr. Eckart Severing: Beschreibt Hamburger Maßnahmen zum Erreichen einer qualifizierten Berufsausbildung zwischen dem Abschluss an einer allgemeinbildenden Schule und dem Beginn einer Ausbildung, insbesondere für Schüler/-innen mit Förderbedarf. Die Studie von Sept. 2010 erfolgte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.





